Elternzeit fördert die Gleichstellung zwischen Mann und Frau

Elternzeit ermöglicht eine gleichberechtigte Aufgabenteilung zwischen den Eltern hinsichtlich Haus- und Erziehungsarbeit. Traditionelle Rollenmuster mitsamt ihren weitreichenden Konsequenzen können dadurch hinterfragt und neu definiert werden. Die Elternzeit ermöglicht Eltern endlich frei zu entscheiden, wer nach der Elternzeit welchen Anteil an Erwerbs- und Betreuungsarbeit übernimmt.

Elternzeit wirkt der Diskriminierung von Frauen im Arbeitsmarkt entgegen

Elternzeit mindert die Diskriminierung von Frauen bei Anstellungsentscheiden, Löhnen und Karrierechancen. Ausserdem erhöht Elternzeit die Erwerbsquote von Frauen, wodurch ihre finanzielle Unabhängigkeit verbessert und ihre Rentenleistungen im Pensionsalter verbessert werden. [1]

Elternzeit fördert die Gesundheit von Mutter und Kind

Elternzeit trägt zur Verbesserung der physischen und psychischen Gesundheit der Mütter bei und wirkt sich positiv auf die Gesundheit von Kleinkindern aus.[2] Insbesondere Kinder aus sozioökonomisch benachteiligten Familien profitieren davon.[3]

Elternzeit erhöht das familiäre Engagement der Väter und stärkt die Vater-Kind-Beziehung

Väter entwickeln dank Elternzeit grössere Erziehungskompetenzen und übernehmen mehr Verantwortung in der Kinderbetreuung [4]. Die stärkere Beteiligung der Väter in der Betreuung wirkt sich gemäss Studien aus mehreren Ländern positiv auf die kognitive und emotionale Entwicklung von Kindern aus [5].

Elternzeit lohnt sich für Unternehmen

Elternzeit wirkt sich positiv auf die Produktivität, den Umsatz und die Zufriedenheit in Unternehmen aus [6]. Familienfreundlichkeit senkt ausserdem die Personalfluktuation und zahlt sich dadurch für die Unternehmen auch finanziell aus. Eine Erhöhung der Erwerbsquote der Frauen schwächt ausserdem den Fachkräftemangel ab.

Elternzeit ist volkswirtschaftlich ein Gewinn

Modellrechnungen der EU kommen zum Schluss, dass bereits eine Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeitsquote um 1% Steuereinahmen generiert, welche die Kosten einer Elternzeit von 18 bis 20 Wochen zu kompensieren vermag [7].

[1] EKFF (2018), S. 5

[2] Müller und Ramsden (2017) S. 43, EKFF (2018) S. 5

[3] EKFF (2018) S. 4

[4] Müller und Ramsden (2017) S. 45-46

[5] Müller und Ramsden (2017) S. 48-49, EKFF (2018) S. 4

[6] Müller und Ramsden (2017) S. 58-59, EKFF (2018) S. 4

[7] EKFF (2018) S. 4