Die Elternzeit wird über die Erwerbsersatzordnung (EO) finanziert, also durch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge. Dieses Versicherungssystem ist etabliert und hat sich bei Mutterschaftsversicherung und Militärdienst bewährt. Die Elternzeit wird nicht durch Steuern finanziert.

Und wie! Studien zeigen klar, dass sich Elternzeit positiv auf die Produktivität, den Umsatz und die Zufriedenheit in Unternehmen auswirkt.

Zahlreiche grosse Unternehmen haben dies bereits erkannt (z.B. Volvo, Google und Novartis) und werden dadurch insbesondere für qualifizierte Arbeitnehmer*innen attraktiver. Durch eine bezahlte Elternzeit werden auch Zürcher KMU zu noch attraktiveren Arbeitgeber*innen.

Elternzeit erhöht die Erwerbstätigkeit der Mütter. Das ist ein wirksames Mittel gegenden Fachkräftemangel – und generiert erst noch zusätzliche Steuereinnahmen.

Nein. Die Elternzeit-Initiative funktioniert auf bewährte Art und Weise, wie beider Mutterschaftsversicherung, dem Militär oder den Familienzulagen.

Im internationalen Vergleich ist eine Elternzeit von 18 Wochen sehr moderat. Die Hälfte der OECD-Länder gewährt Mutterschafts- oder Elternurlaub von mindestens 43 Wochen.

Nur durch gleich lange Elternzeit für beide Elternteile ist ein entscheidender Schritt Richtung Gleichstellung möglich. Denn nur so verlieren Frauen ihren Nachteil auf dem Arbeitsmarkt, stets unter dem «Verdacht» des Kinderbekommens und eines zu erwartenden Ausfalls zu stehen.

Wir sind überzeugt, mit unserem Vorschlag eine mehrheitsfähige Vorlage zu präsentieren.

So funktioniert unsere Gesellschaft. Das gleiche gilt bei Schulen, Strassen, dem Gesundheitssystemoder Versicherungen aller Art. Ohne Solidarität funktioniert unsere Gesellschaft nicht.

Eine Regelung auf Bundesebene ist durchaus wünschenswert. Aber bereits der sehr moderate Vorschlag für einen Vaterschaftsurlaub von 4 Wochen hatte im nationalen Parlament keine Chance. Es ist daher sinnvoll, wenn fortschrittliche Kantone mit eigenen Lösungen vorangehen. Diese haben auch eine Signalwirkung auf die ganze Schweiz.

Viele Paare haben den Vorsatz, sich die Erziehungs- und Hausarbeit gleichberechtigt aufzuteilen. In der Praxis sieht es dann oft anders aus: Mütter arbeiten Teilzeit, Väter Vollzeit. Die unbezahlte Arbeit bleibt vor allem an der Mutter hängen, im Beruf kommt sie kaum mehr voran. Diese Situation ist für viele unbefriedigend. Sowohl für die Mütter als auch die Väter, die sich unter Druck sehen, für die Familie finanziell aufzukommen und trotzdem gerne Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen. Unsere Elternzeit-Initiative erlaubt einen gleichgestellten Start. Wie sich die Familien anschliessend organisieren, bleibt ihnen überlassen.

Der 14-wöchige Mutterschaftsurlaub ist national geregelt und darum auf kantonaler Ebene nicht antastbar.

Der vorliegende Vorschlag beinhaltet eine gewisse Flexibilisierung (vgl. § 4 Abs. 2 EZG). Damit wird versucht, verschiedenen Familienmodellen eine bestmögliche Lösung anzubieten, die trotzdem auch für die Arbeitgeberseite praktikabel ist.

Es gibt keinen rechtlichen Zwang zum Bezug. Dies ist juristisch nicht möglich, weil ein Bezugszwang im Bereich des Arbeitnehmerschutzes angesiedelt ist, welcher in der alleinigen Kompetenz des Bundes ist.

Nein. Man muss im Kanton Zürich arbeiten und seinen Wohnsitz in Zürich haben. (vgl. § 6 EZG)

Die Elternzeit-Initiative ist ein familienpolitisches Anliegen und daher in kantonaler Zuständigkeit.

Wir haben zur Bundesrechtskonformität ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches unsere Vorlage stützt.

Nein, eine weitergehende Forderung hilft in der Regel, die ursprüngliche als moderat erscheinen zu lassen.

Wir unterstützen die Forderung nach einem Vaterschaftsurlaub, aber die Elternzeit-Initiative ist etwas gänzlich anderes. Wir erachten die Debatte über Gleichstellung in der Familie und im Arbeitsmarkt mit allen daraus folgenden Konsequenzen als äusserst wichtig und dringend.